Geschichtliche Ereignisse
vor 20-30 Mio. Jhr.
Die Karibischen Inseln sinken unter die Meeresoberfläche
vor 10 Mio. Jhr. Jamaika und andere Antillen-Inseln erheben sich wieder aus dem Meer
ca. 6000 v. Chr. Die Antillen werden von indianischen Wandervölkern aus dem nördlichen Südamerika erreicht
ca. 600 n. Chr. Arawak-Indianer aus der Orinoko-Region (Venezuela) gründen Siedlungen auf den karibischen Inseln, auch auf Jamaika
ca. 1300 n. Chr. Kriegerische Karibe-Indianer aus dem Gebiet des heutigen Guyana besiedeln die Karibik und vertreiben die Arawak-Indianer
1494 Christoph Columbus ankert am 4./5. Mai während seiner zweiten Entseckungsfahrt bei der heutigen St. Ann´s Bay und erklärt Jamaika zur spanischen Krone
1503 - 1504 Kolumbus erleidet vor der Nordküste nahe der St. Ann´s Bay Schiffbruch und wartet über ein Jahr auf Rettung
1509 - 1510 Nahe dem heutigen St. Ann gründen die Spanier die erste befestigte Siedlung Sevilla la Nueva.
1520 Juan de Esquivel wird erster spanischer Gouverneur
1534 - 1535 Die Spanier beginnen mit dem Anbau von Zuckerrohr und setzten dafür afrikanische und indische Sklaven ein Villa de la Vega, das sätere Spanish Town, löst Sevilla la Nueva als Hauptstadt ab
1655 Ein britisches Expeditionsheer unter Leitung von Oliver Cromwell vertreibt die Spanier aus Jamaika, nachdem ein Angriff auf Hispanola scheiterte. Die Insel wird für Großbritannien reklamiert. Die abziehenden Spanier lassen ihre Sklaven zurück, die in die Berge fliehen und dort unter dem Namen Maroons ein freies Leben beginnen
1670 Im Vertrag von Madrid wird Jamaika offiziell britische Kolonie
1692 Ein Erdbeben zerstört Port Royal, die sündigste Stadt der Welt im Südosten von Jamaika, der auch der wichtigste Hafen für Piraten war
1739 Mit einem Friedensvertrag endet der mehr als 80 Jahre dauernde Guerilla-Krieg der Maroons gegen die Briten
1795 Nach dem Ende des zweiten Maroon-Krieges werden Hunderte von Maroons über Kanada nach Sierra Leone in Afrika deportiert
1808 Die Sklaverei wird durch das britische Parlament verboten
1834 Sklavenhaltung und Sklavenarbeit werden im britischen Weltreich abgeschafft Viele Zuckerrohrplantagen werden aufgegeben, da bezahlte Landarbeiter bei sinkenden Zuckerpreisen zu teuer sind
1838 Nach einer vierjährigen Übergangszeit werden alle Sklaven freigelassen.
1866 Jamaika wird zur britischen Kronkolonie erklärt
1872 Der Sitz der britischen Kolonialregierung wechselt von Spanish Town nach Kingston
1907 Ein schweres Erdbeben zerstört große Teile von Kingston und tötet mehr als 800 Menschen
1927 Der Anbau von Bananen, ein Exportschlager in die USA, erreicht einen Höhepunkt. Die Insel wird von Nordamerikanern als Urlaubsziel entdeckt
1938 Aus sozialen Unruhen erwachsen Gewerkschaften und politische Parteien, wie die Jamaica Labour Party (JLP) von Alexander Bustamente und der People´s National Party (PNP) von Norman Manley
1943 Der Abbau von Bauxit, das zur Herstellung von Aluminium benötigt wird, beginnt
1944 Die Jamaica Labour Party gewinnt die erste Wahl
1958 Die britischen Kolonien Jamaika, Barbados, die Leeward-Inseln, Trinidad und Tobago werden zur Westindischen Föderation zusammengeschlossen
1961 Mittels eines Referendums entscheidet sich die Bevölkerung Jamaikas zum Austritt aus der Föderation
6.8.1962 Jamaika erhält die Unabhängigkeit und wird Mitglied im britischen Commonwealth. Nach den Parlamentswahlen im April 1963 wird Alexander Bustamente (JLP) Ministerpräsident
1972 Michael Manley (PNP) wird zum Premierminister gewählt; Jamaika fällt ins sozialistische Loch
1980 Edward Seaga (JLP) löst nach dem blutigsten Wahlkampf der jamaikanischen Geschichte (700 Tote) Michael Manley als Premierminister ab und wendet sich mehr dem Westen zu.
11.5.1981 Bob Marley stirbt in Miami an Krebs und wird mit einem Staatsbegräbnis geehrt
September 1988 Der Hurrican Gilbert zieht eine Spur der Verwüstung über die Insel. Ein Viertel der Bevölkerung wird Obdachlos
1989 Michael Manley(PNP) wird erneut zum Ministerpräsidenten gewählt
1992 Percival Patterson (PNP) übernimmt das Amt des Premierministers vom erkrankten Manley